Neues Museum


Mit einer zukunftsorientierten Konzeption plant Senckenberg die nächsten Jahrzehnte des Hauses und des Museums – für eine Einrichtung von Weltformat in Frankfurt.

2011 – 2020: Umbau der Forschungsgebäude

Von 2011 bis 2020 realisierte die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung das bisher größte Bauprojekt ihrer Geschichte: den Umbau der von Goethe-Universität Frankfurt und Physikalischem Verein übernommenen Gebäude für die Belange von Forschung, Sammlungen und Verwaltung. Klimatisierte Sammlungsräume und Labore sowie moderne Arbeitsräume sind entstanden, 22 Millionen Sammlungsobjekte bezogen neues Quartier in eigens dafür geschaffenen Magazinen. Die neue Infrastruktur ermöglicht Sammlungs- und Forschungsarbeit auf Weltniveau. Mit dem Jügelhaus und dem Arthur-von-Weinberg-Haus – so die heutigen Namen der Gebäude – ist die Grundlage für eine moderne und einzigartige Vernetzung von Forschung und Museum für Senckenberg am Standort Frankfurt gelegt worden.

Für diese Baumaßnahme, den sogenannten Masterplan I, hatten Bund und das Land Hessen 131 Millionen € zur Verfügung gestellt, 5 Millionen € stammten aus Mitteln der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Trotz der langen Bauzeit konnten sowohl Terminplan als auch Kosten eingehalten werden. Durch ein sorgfältiges Rückstellungsmanagement ließen sich die zu erwartenden Baukostensteigerungen von ca. 30 % auf unter 16 % halten; diese bewährte und erfolgreiche Vorgehensweise soll auch in zukünftigen Projekten Anwendung finden.

Festsaal im Jügelhaus
Der Festsaal im Jügelhaus.
Rollschrank
Bietet viel Platz: ein Rollschrank.
Treppe Museum
Das Treppenhaus aus historischer Bausubstanz. 

2025 – 2037: Neues Senckenberg Naturmuseum Frankfurt

Für die kommenden zehn Jahre plant Senckenberg die Modernisierung und Erweiterung des dringend sanierungsbedürftigen Hauptgebäudes für die Belange des Museums und die Sanierung der im Rahmen von Masterplan I unberücksichtigten Forschungs- und Sammlungsbereiche. Die zukunftsorientierte Konzeption sowie die Integration der vorhandenen Ausstellungs-, Sammlungs- und Laborbereiche bilden den nächsten Meilenstein für eine Einrichtung von Weltformat in Frankfurt.

Die wichtigsten Ziele des Projektes sind

• einen Ort zu schaffen, an dem Forschen, Sammeln, Ausstellen und Vermitteln integrativ ineinandergreifen,

• alle Themen rund um Natur in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft authentisch, forschungsbasiert und faszinierend darzustellen – mit einem Fokus auf den Menschen,

• Sehen, Erfahren, Begreifen und Forschen zu einem Erlebnis zu machen und gemeinsame, kreative Prozesse von Forscher*innen und Bürger*innen anzustoßen,

• als offene Plattform des demokratischen Dialogs zu wirken – inklusiv, partizipativ und international – und dabei gemeinsam mit der Gesellschaft Vorschläge und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln,

• nach modernsten ökologischen und technischen Standards zu bauen,

• die Museumsfläche auf 14.000 m² zu erweitern,

• die Zahl der Besucher*innen von derzeit 420.000 pro Jahr auf mindestens 700.000 zu steigern,

• eine Atmosphäre des Lernens und Handelns für eine offene Gesellschaft generationenübergreifend zu kreieren.

Unsere Mission

Neugierde wecken:
Seit mehr als 200 Jahren steht Senckenberg für Spitzenforschung – und Wissensvermittlung. Es ist uns ein Anliegen, Wissenschaft „be-greifbar“ zu machen und bei unseren Besucher*innen Neugier und Freude am Forschen zu wecken.

Authentizität vermitteln:
Verunsicherung über grundlegende Veränderungen unserer Lebenswelt, Desorientierung und Desinformation durch „fake news“ gefährden demokratische Prozesse und erschweren die Entscheidungsfindung für die Politik. Senckenberg steht für kuratiertes Wissen – authentisch und dem Vertrauen der Menschen verpflichtet.

Verlässlichkeit zeigen:
Die Ausstellungen des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt führen bereits heute Besucher*innen an Zukunftsfragen heran, greifen immer wieder aufs Neue gesellschaftlich relevante Problemfelder auf – denen Senckenberg sich in seiner Forschung widmet.

Verantwortung leben:
Als Leibniz-Forschungsmuseum verbindet Senckenberg Wissenschaft und Vermittlung im Sinne eines Ortes des demokratischen Dialoges, an dem Wissenschaftskommunikation über Teilhabe gelebt wird. Naturwissenschaftler*innen und Museolog*innen konzipieren Ausstellungen gemeinsam, damit aus Wissen Wirklichkeit wird.

Lösungen anbieten:
Als integrierte Forschungsmuseen sind unsere Häuser Orte der Begegnung und des Dialogs auf Augenhöhe zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, damit wir die Herausforderungen der Zukunft, wie Biodiversitätsverlust und Klimawandel, gemeinsam angehen.

Aha?! Forschungswerkstatt
Unsere Aha?! Forschungswerkstatt.