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Pressemeldung 20-04-20

300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd

Eiszeitmenschen aus Schöningen setzten Holzwaffen bei der Jagd auf Wasservögel und Pferde ein

Die eiszeitlichen Jäger waren geschickt, hocheffizient und verwendeten ein Arsenal verschiedener Holzwaffen: Dies zeigt ein rund 300.000 Jahre alter „Wurfstock“ aus der Freilandfundstelle Schöningen in Niedersachsen, den Archäologen vom Senckenberg-Zentrum für menschliche Evolution und Paläoumwelt der Universität Tübingen und der Universität Liége (Belgien) geborgen und im Detail analysiert haben. Homo heidelbergensis verwendete ihn vermutlich, um Wasservögel zu jagen und größere Säugetiere bei der Jagd vor sich her zu treiben. Die Studienergebnisse wurden im Fachmagazin Nature Ecology & Evolution veröffentlicht.

Bereits vor 300.000 Jahren hätten Jäger unterschiedliche hochwertige Waffen wie Wurfstöcke, Wurfspeere und Stoßlanzen in Kombination eingesetzt, erklärt Professor Nicholas Conard. „Nur dank der fabelhaft guten Erhaltungsbedingungen in wassergesättigten Seeufersedimenten in Schöningen können wir die Evolution der Jagd und die vielfältige Nutzung von Holzwerkzeugen dokumentieren.“

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