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Wildnis in Frankfurt am Main

Ergebnisse des bundesweiten Projektes „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“.

Vortrag am 7. September


Frankfurt am Main, 02.09.2022. Wildnis in der Stadt ist aktuell ein vieldiskutiertes Thema. Sie fördert die urbane Biodiversität und ist gut fürs innerstädtische Klima – gleichzeitig herrschen in den Städten ein hoher Nutzungsdruck und eine starke Konkurrenz um die wenigen unbebauten Flächen. Zudem fühlen sich manche Menschen unwohl in Wildnisflächen und wünschen sich eher eine gezähmte Stadtnatur. Ein Vortrag stellt die Ergebnisse eines vielbeachteten Pilotprojektes zu diesem Thema vor.

In den Jahren 2016 bis 2021 haben drei deutsche Städte (Dessau-Roßlau, Frankfurt am Main und Hannover) das vom Bundesamt für Naturschutz geförderte Projekt „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“ durchgeführt. An ihrer Seite standen Wissenschaftspartner – in Frankfurt war dies die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung – und BioFrankfurt für die übergeordnete Öffentlichkeitsarbeit.
 
Die Projektflächen in Frankfurt am Main liegen im Nordpark Bonames und am Monte Scherbelino. Hier wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt mit den Zielen, die biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern sowie den Menschen die Wildnis in der Stadt über spannende Naturerlebnisse nahe zu bringen. Welche Wirkungen sind eingetreten und wie werden die Ansätze fortgeführt? So viel sei verraten: Die Projektflächen haben sich zu Hotspots der Artenvielfalt in Frankfurt am Main entwickelt.
 
Im Vortrag von Indra Starke-Ottich (Senckenberg) und Thomas Hartmanshenn (Umweltamt Frankfurt) werden die wesentlichen Ergebnisse der projektbegleitenden Forschung aus den Bereichen der Ökologie und der Sozialwissenschaft (Wahrnehmung und Akzeptanz von Wildnis) vorgestellt.

Dr. Indra Starke-Ottich ist Koordinatorin der Arbeitsgruppe Biotopkartierung in Frankfurt, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt.

Dr. Thomas Hartmanshenn ist Abteilungsleiter Umweltvorsorge im Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main und Koordinator des bundesweiten Projektes „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“.

Datum: Mittwoch, 7. September

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Grüner Hörsaal, Senckenberg Forschungsinstitut, Robert-Mayer-Straße 2, 60320 Frankfurt am Main
 
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 
Der Vortrag kann auch über einen Livestream (unter youtube.com/c/SenckenbergWorld/videos) verfolgt werden. Hier können Fragen im Chat gestellt werden. Die Aufzeichnung des Vortrags ist unter diesem Link auch später noch abrufbar.  
 
Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können – dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit mehr als 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de
 

Press material

Auf der Projektfläche am Monte Scherbelino haben sich Goldruten und verschiedene Gräser als erstes Stadium der natürlichen Sukzession (natürliche Abfolge verschiedener Vegetationsstadien) eingestellt. Foto: T. Hartmanshenn

Wenn man sie lässt, holt sich die Natur aufgelassene Flächen schnell zurück – wie hier auf der Projektfläche am Nordpark Bonames. Foto: T. Hartmanshenn