Edmontosaurus

Sonderausstellung

Edmonds Urzeitreich

Eine Dinograbung in Frankfurt


Aufgrund der Corona-Pandemie bleibt das Senckenberg Naturmuseum Frankfurt bis vorerst 19.4.2020 geschlossen. Auch die Eröffnung der Sonderausstellung „Edmonds Urzeitreich – Eine Dinograbung in Frankfurt“ ist hiervon betroffen. Da die Entwicklungen derzeit nicht vorhersehbar sind, können wir leider noch keinen neuen Starttermin nennen. Wir halten Sie aber hier auf dem Laufenden!

Edmonto
Eine der wenigen Edmontosaurus-Mumien ist seit mehr als 100 Jahren im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt beheimatet.

Ein 20- und ein 40-Tonnen-Container wurden auf dem Seeweg von den USA nach Frankfurt verschifft – an Bord: „Edmonds Urzeitreich“, ein etwa 20 Quadratmeter großer Gesteinsblock voller Dinosaurier-Knochen. Unterstützt durch die Lipoid-Stiftung als Hauptförderer setzt Senckenberg so ein weltweit einmaliges Projekt um.

Das aus der Lance-Formation in Wyoming geborgene „Bonebed“, reich an Knochen von Edmontosaurus und weiteren Fossilien, wurde nach Frankfurt transportiert und wird dort ab dem 3. April 2020 im Rahmen einer Kooperationsausstellung mit dem Wyoming Dinosaur Center Thermopolis, dem Frankfurter Kunstverein und National Geographic im Senckenberg Naturmuseum präsentiert. Vor den Augen der Besucher*innen werden Präparator*innen die Fossilien aus dem Gesteinsblock freilegen und für weitere wissenschaftliche Analysen vorbereiten. Die neue Sonderausstellung „Edmonds Urzeitreich – Eine Dinograbung in Frankfurt“ bringt geowissenschaftliche Forschung zum Greifen nahe.

Das Senckenberg Naturmuseum Frankfurt beheimatet seit mehr als 100 Jahren eine der wenigen Edmontosaurus-Mumien, genannt Edmond. Das Fossil stammt – wie das Bonebed – aus der Lance-Formation in Wyoming. Das nahezu vollständige Skelett und die Hauterhaltung – ein wichtiges Zeugnis für das Aussehen der Dinosaurier – machen das Exponat für die Wissenschaft so bedeutend.

Mit den Untersuchungen der Funde aus der nach Frankfurt transportierten Fossilfundstelle sollen nun bisher ungeklärte wissenschaftliche Fragestellungen zu der Zeit von Edmond & Co geklärt werden: Wie sah das Ökosystem der Dinosaurier von Wyoming in der späten Kreidezeit, vor knapp 70 Millionen Jahren, aus, als die CO2-Konzentration in der Atmosphäre deutlich höher war als heutzutage? Wie lebten und starben die riesigen Tiere, wer fraß wen und welche Herausforderungen mussten sie in ihrem tagtäglichen Überlebenskampf bewältigen, bis das Zeitalter der Dinosaurier vor 66 Millionen Jahre mit einem Schlag endete?

Der Frankfurter Kunstverein ist Kooperationspartner der Ausstellung und  hat das Künstlerkollektiv YRD.Works eingeladen, den Präsentationsraum zu entwerfen, in dem Wissenschaft erlebbar wird. Das Konzept umfasst drei Stationen: den temporären Bau, in dem die Wissenschaftler*innen ihre Ergebnisse vorstellen werden, einen Klopfplatz, an dem Besucher*innen selbst Fossilien entdecken können sowie die Neuinszenierung der Edmontosaurus-Mumie im Museum. In dem eigens errichteten Bauwerk des Künstlerkolletivs werden die Besucher*innen in ein paläontologisches Präparationslabor entführt. Hier können sie dabei zuschauen, wie die Untersuchung von Dinosaurierknochen erfolgt.

Neben der Grabungssituation wird die Ausstellung die Reise des „Bonebeds“ von Wyoming nach Frankfurt zeigen und erste wissenschaftliche Erkenntnisse vorstellen, die bereits aus den gefundenen Fossilien gewonnen wurden.

Schon bevor die Sonderausstellung im Senckenberg Naturmuseum eröffnet, kann das Projekt online verfolgt werden.

National Geographic ist exklusiver Medienpartner und stellt auf der Projektseite „Edmonds Urzeitreich“ in regelmäßigen Abständen mit Text, Foto und Bewegtbild die beteiligten Wissenschaftler*innen, die verschiedenen Forschungsmethoden sowie Details zur Grabung, der Reise und zur kommenden Ausstellung vor.

Hauptförderer des Projekts: Lipoid Stiftung

Eine Kooperationsausstellung mit dem Frankfurter Kunstverein, National Geographic und dem Wyoming Dinosaur Center Thermopolis.

Sponsoren und Partner

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