Vorträge

Jedes Jahr finden am Frankfurter Museum zwei Vortragsreihen statt, die unsere Jahresthemen aufgreifen. Die Vorträge, von Senckenberg Wissenschaftler*innen wie auch externen Vortragenden gehalten, sind immer allgemeinverständlich und erlauben der breiten Bevölkerung anschauliche Einblicke in unsere Forschung.  

Aktuelle Vortragsreihe:

Welt in Bewegung – Wanderungen, Mobilität und Migration im globalen Kontext

Alles fließt – Bewegung macht diesen Planeten aus, und alles, was darauf lebt. In der Natur gibt es keinen Stillstand. (Fort-)Bewegung treibt Evolution an und beeinflusst sie auf verschiedenste Weise. Dabei ist der Mensch mit seinen Eingriffen ins Erdsystem inzwischen selbst der größte Verursacher von Bewegung.
Bewegung ist aktuell auch ein wichtiges gesellschaftliches Thema – seien es die Arealverschiebungen und oft menschgemachten Invasionen von Pflanzen und Tieren im sich wandelnden Erdsystem oder die Bewegung der Menschen selbst. Auch wenn der moderne Mensch heute überwiegend sesshaft lebt, bestehen traditionelle nomadische Lebensweisen bis heute fort – wie lange noch? Und weltweit sind Menschen auf der Flucht vor feindseligen Lebensumständen, was oft von den nicht Betroffenen als Bedrohung gesehen wird. Aber wie hängen Klimawandel, Umweltkrisen und menschliche Mobilität tatsächlich zusammen? Sind sie heute wirklich Ursachen für größere Fluchtbewegungen – oder ist es komplizierter?
Die Vortragsreihe „Welt in Bewegung“ bringt alle diese im wahrsten Sinne des Wortes bewegenden Themen in einen Kontext: nämlich was bedeuten sie für uns Menschen, und wie geht wir damit um?

Die Reihe wird gefördert aus Mitteln des Aktionsplans Leibniz-Forschungsmuseen.

Anstehende Vorträge:

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    Wandernde Arten sind der Motor der Evolution, aber nicht alle Arten sind heute überall gern gesehen. Aktuell sind in ganz Europa Tierarten auf dem Vormarsch, die der Mensch hier einst verdrängt und ausgerottet hatte, und deren heutige Wiederausbreitung, obwohl durch Naturschutzmaßnahmen gefördert, Gegenstand intensiver Diskussionen ist. Über die Rückkehr der Wildkatzen in unsere Wälder freuen sich zwar fast alle, auch Luchse mögen die meisten Menschen – aber müssen Wölfe wirklich sein, und kehren irgendwann sogar Bären zurück? Biber setzen ganze Landstriche unter Wasser, Fischotter fressen Zuchtfische und eine halbe Tonne Wisent oder Elch auf der Landstraße ist auch nicht ganz ungefährlich…. Der Vortrag fasst das aktuelle Vorkommen dieser Arten zusammen und zeigt, wie ihre Ausbreitung erforscht wird. Auch wird diskutiert, wie die Menschen (wieder) lernen können, mit den neuen Mitbewohnern zu leben.
    Carsten Nowak ist Leiter des Fachgebietes Naturschutzgenetik am Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen und möchte mit seiner Forschung zu einem konfliktarmen Miteinander von Mensch und Wildtieren beitragen.

    Hörsaal im AvW-Haus, Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt
    jeweils 19:15, Einlass ab 18:45
    Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

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    Mittwoch18. Dezember19.15 Uhr1,5 Stunden
    Der Eintritt ist frei
    Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
    Senckenberganlage 25
    60325 Frankfurt
    PM Wolf 16.04
    Vortrag

    (Wieder)einwandernde Wildtiere in Deutschland – aktueller Stand

    Dr. Carsten Nowak (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Gelnhausen)

    ohne Anmeldung
    • Erwachsene
    Arthur von Weinberg-Haus
    Robert-Mayer-Straße 2
    60325 Frankfurt am Main

    Wandernde Arten sind der Motor der Evolution, aber nicht alle Arten sind heute überall gern gesehen. Aktuell sind in ganz Europa Tierarten auf dem Vormarsch, die der Mensch hier einst verdrängt und ausgerottet hatte, und deren heutige Wiederausbreitung, obwohl durch Naturschutzmaßnahmen gefördert, Gegenstand intensiver Diskussionen ist. Über die Rückkehr der Wildkatzen in unsere Wälder freuen sich zwar fast alle, auch Luchse mögen die meisten Menschen – aber müssen Wölfe wirklich sein, und kehren irgendwann sogar Bären zurück? Biber setzen ganze Landstriche unter Wasser, Fischotter fressen Zuchtfische und eine halbe Tonne Wisent oder Elch auf der Landstraße ist auch nicht ganz ungefährlich…. Der Vortrag fasst das aktuelle Vorkommen dieser Arten zusammen und zeigt, wie ihre Ausbreitung erforscht wird. Auch wird diskutiert, wie die Menschen (wieder) lernen können, mit den neuen Mitbewohnern zu leben.
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    Hörsaal im AvW-Haus, Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt
    jeweils 19:15, Einlass ab 18:45
    Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

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    In der mongolischen Steppe ist alles in Bewegung – riesige Wild- und Haustierherden durchziehen die Landschaft und spielen eine zentrale Rolle für das Fortbestehen des Ökosystems. Auch die Menschen leben traditionell nomadisch. Doch dies ändert sich jetzt. Durch gesellschaftliche Transformationsprozesse, wie Urbanisierung, Rohstofferschließung oder Veränderungen der nomadischen Lebensweise wird die nicht nachhaltige Nutzung der Ökosysteme zunehmend ein Problem. Das Forschungsprojekt MORE STEP untersucht die Veränderungen dieser Region und deren sozial-ökologische Ursachen und Folgen. Ziel ist es, gesellschaftliche Entwicklungspfade aufzuzeigen, die die Mobilität von Wildtieren und nomadischen Viehhirten samt ihrer Herden auch künftig ermöglichen und damit eine nachhaltige Entwicklung des mongolischen Steppenökosystems erlauben.
    Die Geoökologin Marion Mehring leitet den ISOE-Forschungsschwerpunkt „Biodiversität und Bevölkerung“, mit einem besonderen Fokus auf Schutz und Nutzung von Biodiversität. Dabei kommen gezielt inter- und transdisziplinäre Forschungsansätze zum Einsatz, um das Gefüge der jeweiligen sozial-ökologischen Systeme zu verstehen.

    Hörsaal im AvW-Haus, Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt
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    Mittwoch15. Januar19.15 Uhr1,5 Stunden
    Der Eintritt ist frei
    Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
    Senckenberganlage 25
    60325 Frankfurt
    Vortrag

    Mobilität im Wandel: Gesellschaftlicher Umbruch und nachhaltige Entwicklung des mongolischen Steppenökosystems

    Dr. Marion Mehring (ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt)

    ohne Anmeldung
    • Erwachsene
    Arthur von Weinberg-Haus
    Robert-Mayer-Straße 2
    60325 Frankfurt am Main

    In der mongolischen Steppe ist alles in Bewegung – riesige Wild- und Haustierherden durchziehen die Landschaft und spielen eine zentrale Rolle für das Fortbestehen des Ökosystems. Auch die Menschen leben traditionell nomadisch. Doch dies ändert sich jetzt. Durch gesellschaftliche Transformationsprozesse, wie Urbanisierung, Rohstofferschließung oder Veränderungen der nomadischen Lebensweise wird die nicht nachhaltige Nutzung der Ökosysteme zunehmend ein Problem. Das Forschungsprojekt MORE STEP untersucht die Veränderungen dieser Region und deren sozial-ökologische Ursachen und Folgen. Ziel ist es, gesellschaftliche Entwicklungspfade aufzuzeigen, die die Mobilität von Wildtieren und nomadischen Viehhirten samt ihrer Herden auch künftig ermöglichen und damit eine nachhaltige Entwicklung des mongolischen Steppenökosystems erlauben.
    Die Geoökologin Marion Mehring leitet den ISOE-Forschungsschwerpunkt „Biodiversität und Bevölkerung“, mit einem besonderen Fokus auf Schutz und Nutzung von Biodiversität. Dabei kommen gezielt inter- und transdisziplinäre Forschungsansätze zum Einsatz, um das Gefüge der jeweiligen sozial-ökologischen Systeme zu verstehen.

    Hörsaal im AvW-Haus, Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt
    jeweils 19:15, Einlass ab 18:45
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    Nomadische Lebensweisen sind seit jeher eine effiziente Anpassung an instabile, variierende Lebensbedingungen und prekäre Ressourcenausstattung. In den Augen vieler gelten Nomaden der ländlichen Regionen heute als rückständig und unmodern, viele Staaten drängen sie in die Sesshaftigkeit – dabei gewährleistet diese Lebensweise meist eine nachhaltige Nutzung der knappen natürlichen Ressourcen und geht einher mit einem profunden Verständnis der genutzten Ökosysteme. Gesellschaftlich sehr positiv konnotiert sind hingegen die modernen, urbanen Nomaden, kosmopolitische Städter, die ihren globalisierten Job heute hier und morgen dort machen – aber was macht diese Lebensweise mit den Menschen, und warum werden diese beiden Formen mobiler Lebensweisen so extrem unterschiedlich beurteilt?
    Die Anthropologin Anja Fischer erforscht seit vielen Jahren nomadische Mobilitätsstrategien und postnomadische Lebensweisen, vor allem bei Tuareg in der Zentralsahara. Auch betrachtet sie die Zukunft des Nomadentums – und ist dabei vorsichtig optimistisch.

    Hörsaal im AvW-Haus, Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt
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    Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

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    Mittwoch29. Januar19.15 Uhr1,5 Stunden
    Der Eintritt ist frei
    Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
    Senckenberganlage 25
    60325 Frankfurt
    Vortrag

    Nomaden – alte Lebensweise und postmoderner Lifestyle

    Dr. Anja Fischer (Universität Wien)

    ohne Anmeldung
    • Erwachsene
    Arthur von Weinberg-Haus
    Robert-Mayer-Straße 2
    60325 Frankfurt am Main

    Nomadische Lebensweisen sind seit jeher eine effiziente Anpassung an instabile, variierende Lebensbedingungen und prekäre Ressourcenausstattung. In den Augen vieler gelten Nomaden der ländlichen Regionen heute als rückständig und unmodern, viele Staaten drängen sie in die Sesshaftigkeit – dabei gewährleistet diese Lebensweise meist eine nachhaltige Nutzung der knappen natürlichen Ressourcen und geht einher mit einem profunden Verständnis der genutzten Ökosysteme. Gesellschaftlich sehr positiv konnotiert sind hingegen die modernen, urbanen Nomaden, kosmopolitische Städter, die ihren globalisierten Job heute hier und morgen dort machen – aber was macht diese Lebensweise mit den Menschen, und warum werden diese beiden Formen mobiler Lebensweisen so extrem unterschiedlich beurteilt?
    Die Anthropologin Anja Fischer erforscht seit vielen Jahren nomadische Mobilitätsstrategien und postnomadische Lebensweisen, vor allem bei Tuareg in der Zentralsahara. Auch betrachtet sie die Zukunft des Nomadentums – und ist dabei vorsichtig optimistisch.

    Hörsaal im AvW-Haus, Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt
    jeweils 19:15, Einlass ab 18:45
    Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

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    Der Sozialwissenschaftler Benjamin Schraven hat zu Migration im Kontext des Klimawandels in Westafrika promoviert, forscht zu den Ursachen und Auswirkungen von Migration und Flucht und plädiert für eine differenzierte Betrachtung der Zusammenhänge.

    Hörsaal im AvW-Haus, Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt
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    Mittwoch12. Februar19.15 Uhr1,5 Stunden
    Der Eintritt ist frei
    Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
    Senckenberganlage 25
    60325 Frankfurt
    Vortrag

    Feindliche Umwelt? Migration im Kontext von Umwelt- und Klimawandel

    Dr. Benjamin Schraven (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn)

    ohne Anmeldung
    • Erwachsene
    Arthur von Weinberg-Haus
    Robert-Mayer-Straße 2
    60325 Frankfurt am Main

    Oft wird prognostiziert, durch den Klimawandel und weitere Umweltkrisen würden riesige Flüchtlingsbewegungen in die reichen Länder des globalen Nordens ausgelöst. Deshalb ist „Klimamigration“ inzwischen auch ein offizieller Teil der internationalen Klimaverhandlungen. Gleichzeitig war Migration aber schon immer eine wirksame Anpassungsstrategie an schwierige Umweltbedingungen. Wie hängen nun Klimawandel und Umweltkrisen und menschliche Mobilität tatsächlich zusammen? Sind sie heute wirklich Ursachen für größere Fluchtbewegungen – oder ist es komplizierter? Und was bedeutet dies für die Politik?
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    Mittwoch26. Februar19.15 Uhr1,5 Stunden
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    Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
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    60325 Frankfurt
    Vortrag

    Senckenbergforum: "On the Move - Welt in Bewegung"

    ohne Anmeldung
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