AWI Roter Ritter - Flohkrebs
In der antarktischen Tiefsee gibt es hunderte Arten von Flohkrebsen, z.B. den „Roten Ritter“ (Epimeria rubrieques. Sie sind oft noch nicht wissenschaftlich beschrieben.

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Neue Senckenberg-Vortragsreihe:

Unser blauer Planet – fragile Meereswelten und ihre Erforschung

Auftaktvortrag „Schönheit im Verborgenen: Die Rolle kleiner Lebewesen im Meeresboden“ am 11. März


Die neue Senckenberg-Vortragsreihe widmet sich den fragilen Meereswelten und ihrer Erforschung. An acht Abenden bis Ende Juni stellen Wissenschaftler*innen diesen artenreichen Lebensraum vor, beschreiben dessen Bedrohung durch Faktoren wie Überfischung, Plastikverschmutzung und Erwärmung und stellen ihre Forschung vor. Darüber hinaus steht ein Beitrag über die Enstehung der neuen Themenräume „Tiefsee“ und „Meeresforschung“ im Frankfurter Naturmuseum auf dem Programm. Eröffnet wird die Reihe von Senckenberg-Wissenschaftlerin Dr. Gritta Veit-Köhler mit einem Vortrag über die Rolle kleiner Lebewesen im Meeresboden. Es folgen Vorträge u.a. des renommierten Klimaforschers Mojib Latif sowie des Biologen, Dokumentarfilmers und Quastenflossenforschers Hans Fricke.

Auftaktvortrag: Schönheit im Verborgenen: Die Rolle kleiner Lebewesen im Meeresboden

Referentin: Dr. Gritta Veit-Köhler (Senckenberg am Meer, Wilhelmshaven

Datum: Mittwoch, 11. März, 19:15 Uhr

Ort: Hörsaal, Arthur-von-Weinberg-Haus, Robert-Mayer-Straße 2 | 60325 Frankfurt

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Ozeane sind in einem kritischen Zustand: Viele Fischbestände stehen wegen Raubbaus vor dem Zusammenbruch, unzählige andere Arten sind vom Aussterben bedroht, obwohl wir viele davon noch nicht einmal kennen. Das Meerwasser wird wärmer und saurer, Korallenriffe sterben ab. Die Tierwelt leidet unter immer größeren Plastikmengen. Sturmfluten bedrohen viele ihrer natürlichen Schutzsäume beraubten Küsten und deren Bewohner. Und die Folgen künftigen Tiefsee-Bergbaus sind noch nicht absehbar.

Unsere Ozeane sind ein globales öffentliches Gut. Um sie wirksam zu schützen, bedarf es neben internationaler Verträge vor allem ständiger Beobachtung und umfassender Forschung – denn über große Teile der Tiefsee wissen wir weniger als über den Mond. In beiden Bereichen ist Senckenberg gemeinsam mit vielen internationalen Partnern aktiv – z. B. mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, mit dem diese Vortragsreihe entstand. Die neuen Ausstellungsbereiche Tiefsee, Meeresforschung und Korallenriff des Senckenberg Naturmuseums und die Vortragsreihe sollen als Schaufenster der Wissenschaft dienen und – pünktlich zur 2021 beginnenden UN-Dekade der Ozeanforschung – für dieses wichtige Thema sensibilisieren,.

Im Auftaktvortrag der neuen Reihe geht es um die fantastische Welt der marinen Meiofauna – Tiere, die kleiner als 1 Millimeter sind. Unzählige Arten tummeln sich in Sand und Schlick, von den neuen eisfreien Regionen in der Arktis bis zu den Seegraswiesen Floridas, von der antarktischen Tiefsee bis zum Wattenmeer. Manche Arten haben Verbreitungsgebiete, die sich über ganze Ozeane erstrecken, andere kommen nur lokal vor. Die Vielfalt zwischen den Sandkörnern zu beschreiben ist die Arbeit von Taxonom*innen, ihre Funktion für das System Meeresboden untersucht die Ökologie. Aktuelle Ergebnisse aus der Forschung, 3D-Bilder und kurze Filme nehmen die Zuhörer*innen mit auf eine Reise in die mikroskopische Welt der Meiofauna.

Die Meeresbiologin Dr. Gritta Veit-Köhler leitet das Fachgebiet „Ökologische Biodiversitätsforschung“ am Deutschen Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung bei Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven. Gemeinsam mit ihren Studierenden erforscht sie die Meiofauna in Polargebieten, in der Tiefsee und in strandnahen Lebensräumen, wie im Watt auf Sylt oder in Seegraswiesen an der Golfküste Floridas.

Alle Informationen zur Reihe und zu den einzelnen Vorträgen unter: https://www.senckenberg.de/blauerplanet.

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AWI Roter Ritter - Flohkrebs

In der antarktischen Tiefsee gibt es hunderte Arten von Flohkrebsen, z.B. den „Roten Ritter“ (Epimeria rubrieques. Sie sind oft noch nicht wissenschaftlich beschrieben.