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Senckenberg-Vortragsreihe:

Was kommt von draußen rein – und wie? Objekte aus der Entwicklungsgeschichte des Menschen im Museum

Digitaler Vortrag am 15. Dezember


Frankfurt, den 9.12.2021. Wie finden archäologische und anthropologische Objekte ihren Weg ins Museum? Woher kommen sie und wie werden sie geborgen, ausgewählt und für die Ausstellung bearbeitet? Was muss bei besonders seltenen und wertvollen Sammlungsstücken beachtet werden? Diese und weitere Fragen beleuchtet Dr. Sibylle Wolf am 15. Dezember im Rahmen der digitalen Senckenberg-Vortragsreihe „Museum for Tomorrow: Die Praxis der Museen“.

Die urgeschichtliche Forschung zur Entwicklung des Menschens ist für viele Menschen besonders spannend, da sie sich mit den eigenen Wurzeln auseinandersetzt. Unter den zahlreichen Funden, wie Werkzeugen aus Stein und Knochen, treten figürliche Objekte besonders hervor. Diese eiszeitlichen Kunstwerke sind vergleichsweise selten, weshalb sie äußerst wertvoll sind. Die Löwenmensch-Figur aus der Hohlenstein-Stadel Höhle als bislang ältestes Mischwesen der Welt oder das Pferdchen vom Vogelherd werden unter anderem vorgestellt. Der Vortrag beschreibt, wie bedeutende Funde und Artefakte aus archäologischen Ausgrabungen in die Museen, wie beispielsweise das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren, gelangen und was beim Umgang mit diesem sensiblen Sammlungsgut in Forschungs- und Museumssammlungen zu beachten ist.
 
Die Prähistorikerin Sibylle Wolf ist schon seit 2008 an Ausgrabungen und der Erforschung der Höhlen und der Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb beteiligt, wo die ältesten Beispiele für figürliche Kunst und Musikinstrumente gefunden wurden. Sie koordiniert zudem das Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen.
 
Vortrag: Was kommt von draußen rein – und wie? Objekte aus der Entwicklungsgeschichte des Menschen im Museum
Referentin: Dr. Sibylle Wolf (Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen)
Datum: Mittwoch, 15. Dezember, 19:15 Uhr

Aufgrund der Covid19-Pandemie finden die Vorträge bis auf Weiteres rein virtuell statt.
Sie können per Livestream unter www.senckenberg.de/live (ohne Kommentarmöglichkeit) oder über den Kanal www.youtube.com/SenckenbergWorld (mit Kommentar-möglichkeit über die Chatfunktion) mitverfolgt werden. Wer virtuell mit den Referent*innen diskutieren möchte, meldet sich über den Anmeldelink im Senckenberg-Veranstaltungskalender an und erhält dann die Zugangsdaten für die Zoom-Veranstaltung.
 
Informationen zu den Vorträgen, Referent*innen und Themen
unter:
https://www.senckenberg.de/Vortragsreihe-Museum
 
Die Vortragsreihe wird im Rahmen des Aktionsplans „Eine Welt
in Bewegung“ der Leibniz-Forschungsmuseen veranstaltet.
 
Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft und erforscht seit über 200 Jahren weltweit das „System Erde“ – in der Vergangenheit, der Gegenwart und mit Prognosen für die Zukunft. Wir betreiben integrative „Geobiodiversitätsforschung“ mit dem Ziel die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. Zudem vermittelt Senckenberg Forschungsergebnisse auf vielfältige Art und Weise, vor allem in den drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden. Die Senckenberg Naturmuseen sind Orte des Lernens und Staunens und sie dienen als offene Plattformen dem demokratischen Dialog – inklusiv, partizipativ und international. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de

Press material

Vogelherd, Pferdefigur aus Mammutelfenbein, Länge 4,8 cm. Die Figur wurde 1931 ausgegraben und fand nach vielen Jahrzehnten 2012 endlich ihren Platz im Museum für Alte Kulturen, Schloss Hohentübingen.
Foto: Hildegard Jensen, Universität Tübingen.

Museum For Tomorrow

Die Senckenberg-Vortragsreihe „Museum for Tomorrow: Die Praxis der Museen“ findet im Rahmen des 200. Geburtstags des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt statt.