Perspektive Gesellschaft (2. Dezember 2022 bis 21. Mai 2023)
Für die erste Ausstellungsperspektive (Gesellschaft) erarbeitete das Kurator*innenteam gemeinsam mit dem Senckenberg Jugendbeirat, verschiedenen nationalen und internationalen NGO (Nichtregierungsorganisationen) und weiteren Akteur*innen die Inhalte der Ausstellung. Neben dem Faktencheck rund um das Thema Korallenriff gibt es auch eine Station, an der Fragen zum Ökosystem Riff gestellt werden können. Diese werden von Forschenden des wissenschaftlichen Projektpartners Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) beantwortet und in der Ausstellung gezeigt.
Kuratiert von Lisa Voigt (Senckenberg) und Christina Höfling (Senckenberg)
Mit Beiträgen von: rrreefs, Reef Check e.V. und KŌRERO O TE `ŌRAU; Senckenberg Jugendbeirat, Cynthia Julca (über Leibniz Programm Next Generation)
Gestaltung Transformer: Markus Zimmermann
Grafische Gestaltung: Studio Kraus Lazos
Perspektive Kunst (2. Juni 2023 bis 15. Januar 2024)
Für die zweite Perspektive (Kunst) entwickeln die Künstlerinnen Linda Weiß und Nina M.W. Queissner eine Rauminstallation, die Skulptur und Klang vereint. „Looking for Medusa“ lädt zu einer Zeitreise durch Mythologien der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein. Sie startet bei der Erzählung des antiken Schriftstellers Ovid: Ausgehend von dessen Erläuterung zur Entstehung der Korallen verweben sich Bezüge zwischen verschiedenen Ökosystemen und Kosmologien, also Auffassungen davon, wie wir Menschen uns ganzheitlich in der Welt und im Kosmos verorten. Die Installation schafft einen experimentellen Lebensraum für spekulative Korallenwesen – das heißt, wie Korallen aus Sicht der Künstlerinnen in der Zukunft leben könnten. Die Betrachter*innen sind eingeladen, den Prozess der künstlerischen Recherche und Materialforschung mitzuverfolgen sowie eigene Geschichten und Fragen einzubringen.
Kuratiert von Lisa Voigt (Senckenberg) und Ellen Wagner
Mit künstlerischen Positionen von: Nina Queissner und Linda Weiß
Mit herzlichem Dank an MeWa Store, Darmstadt
Perspektive Forschung (2. Februar 2024 bis 12. Juli 2024)
Auch in dieser Perspektive standen die Gefährdung und der Schutz des fragilen Ökosystems im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen des Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT, Bremen) erarbeitete das Museumsteam ein Ausstellungskonzept, das verschiedene Arbeitsbereiche des Forschungsalltags zeigt. Vom Schreibtisch über das Forschungsaquarium bis zum Tauchgang vor den Salomon-Inseln im Südpazifik geben Expert*innen einen Einblick in ihren Arbeitsalltag. Was wissen wir über den Zustand der Korallenriffe weltweit und was bedeutet das für die Zukunft der Korallen?
Dabei lud die Ausstellung bis Juli 2024 dazu ein, Ansätze und Methoden wie Modellierungen, ökologische und sozialwissenschaftliche Feldforschung sowie den Einsatz neuester Technologien zu entdecken. Neben aktuellen wissenschaftlichen Ergebnissen vermittelten die Forschenden hier auch, was ihnen ganz persönlich zur Gefährdungslage und zum Schutz der Riffe wichtig ist. Nach den Perspektiven „Gesellschaft“ und „Kunst“ war „Forschung“ das dritte und letzte Format der Reihe.