Das Bildungsprojekt zur „Gehirne“-Ausstellung, gefördert von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung
Im Herbst 2025 startete das Projekt „Sinnvoll: Unsere Wahrnehmung“, das die neue Dauerausstellung „Gehirne“ begleitet und sich gezielt an Intensivklassen ab der fünften Jahrgangsstufe sowie an Real- und Gesamtschulen der Klassen sechs bis zehn richtet. Aktuell werden interaktive Workshops und Führungen konzipiert, in denen Schüler*innen erleben, wie unsere Sinne funktionieren – und was in unserem Kopf passiert, wenn wir die Welt wahrnehmen. Ab Frühjahr 2026 heißt es dann: Entdecken, Ausprobieren und kreativ werden – interessierte Schulklassen können sich ab sofort für die Formate anmelden.
Führungen für IntensivklassenWenn Sprachbarrieren bestehen, nutzen wir häufig viele Sinne gleichzeitig zur Verständigung: Riechen, schmecken, fühlen – all das kann zum Verstehen beitragen. In der Führung werden diese und weitere Sinne nicht nur angesprochen, sie werden auch zum Thema selbst: Wie funktionieren sie eigentlich? Und sehen oder hören Tiere vielleicht anders als wir? Die Schüler*innen nähern sich auf zugängliche Art und Weise einem der komplexesten Gebilde der Natur: dem Gehirn. Eine Besonderheit der Führung ist ihre Interaktivität. Wir sprechen nicht nur über die Sinne und lernen so deutsche Begrifflichkeiten rund um das Themenfeld Gehirn und Sinneswahrnehmungen kennen – wir erkunden auch unsere eigenen Sinnesleistungen durch kleine Experimente. Bilder, Animationen und Handstücke unterstützen das sensorische und ganzheitliche Lernen zusätzlich.
Workshops für Real- und Gesamtschulen
Das eigene Gehirn zu verstehen, ist gar nicht so leicht. Damit Schüler*innen trotzdem Lust haben, sich mit diesem komplexen Organ zu beschäftigen, lautet das Motto des Workshops: Sinnvolle Praxis! Beim Tinkering & Making nähern sich die Schüler*innen dem Thema durch einen kreativen Gestaltungsprozess. Die Methode fördert die Kommunikation innerhalb der Gruppe und nutzt Kreativität und handwerkliches Können, um abstrakte neuronale Vorgänge zu durchdenken und zu visualisieren.
Unterstützt wird der Prozess durch eine kurze Führung in der Ausstellung „Gehirne“. Hier werden die Grundlagen der neurologischen Reiz- und Verarbeitungsprozesse der menschlichen Sinnesleistungen besprochen und an bestehendes Schulwissen angeknüpft. In einer kurzen Gruppenarbeit setzen sich die Schüler*innen mit ihren eigenen Sinnen und denen ausgewählter Tiere auseinander, bevor sie kreativ werden.
Für Ende 2026 ist zudem eine Handreichung für Lehrkräfte geplant, welche die im Projekt erprobten Methoden in den Unterricht übertragbar macht.
Mit dem Programm „Sinnvoll: Unsere Wahrnehmung“ für bildungsbenachteiligte Schülerinnen und Schüler setzt die Hertie-Stiftung ihr Engagement bei der von ihr mitkonzipierten und geförderten Dauerausstellung „Gehirne“ im Frankfurter Senckenberg-Museum fort. Diese Förderung ist ein Beitrag der Stiftung, um Menschen über das Gehirn, seine Funktionsweise und Erkrankungen zu informieren. Weitere Informationen über die Aktivitäten der Stiftung im Programmbereich „Gehirn erforschen“ der Stiftung finden Sie hier.


