Modell Atolla Wyvillei (Alarmqualle)
Ein Modell der leuchtenden Tiefsee-Qualle Atolla wyvillei, auch „Alarmqualle“ genannt. 

Dauerausstellung

Tiefsee und Meeresforschung

Eröffnungstermin 15.05.2020


Die Tiefsee ist der größte Lebensraum der Erde – etwa 50 Prozent der gesamten Erdoberfläche liegen unterhalb von 1000 Metern Tiefe im Ozean. Trotz der extremen Lebensbedingungen ist die Tiefsee Heimat für Organismen, die sich auf vielfältige Weise angepasst haben: vom Riesenkalmar über den Pelikanaal bis hin zu blaugrün leuchtenden Schlangensternen und der „Alarmqualle“. Magisch, unheimlich und faszinierend ist dieses unbekannte Universum. Die neuen Ausstellungsräume sollen die Tiefsee mit allen Sinnen erfahrbar machen.

Mit Hilfe autonomer Fahrzeuge und Roboter erforschen Wissenschaftler*innen die nahezu unbekannte Tiefsee und bringen Erstaunliches ans Licht. Bemannte Tauchfahrten in die Tiefsee sind teuer, aufwendig und gefährlich. Daher setzen Tiefseeforscher*innen meist unbemanntes Gerät ein. Diese Geräte werden „Remotely Operated Vehicles“ (ROV) oder „Autonomous Underwater Vehicles“ (AUV) genannt. Ein neuer Themenraum stellt die Meeresforschung und Meerestechnik vor. In der Ausstellung können Besucher*innen selbst zu Pilot*innen eines Tiefsee-Roboters werden und sich auf eine virtuelle Tauchfahrt in die Tiefe des Ozeans begeben . Außerdem wird dargestellt, welche Gerätschaften zur Erkundung der Meere und zum Bergen von Organismen verwendet werden und welche bemerkenswerten Ergebnisse die Meeresforschung erzielt. Nicht zuletzt wird der Einfluss des Menschen auf die Ozeane thematisiert.

 

Tiefsee Ausstellung Pressefoto
Das ROV KIEL 6000 ist ein für wissenschaftliche Einsätze in der Tiefsee entwickeltes ferngesteuertes System des GEOMAR HelmholtzZentrum für Ozeanforschung Kiel. In der Ausstellung „Meeresforschung“ im Senckenberg Naturmuseum wird der Pilotenstand eines solchen Tiefsee-Roborters nachgebaut. Von hier aus können Besucher*innen ab dem 15. Mai 2020 virtuell in die Tiefsee abtauchen!

Die neuen Räume entstehen im Rahmen des Projekts Neues Museum. Das Frankfurter Naturmuseum soll im Laufe der nächsten Jahre modular modernisiert und erweitert werden. Es entstehen vier neue Großbereiche: Mensch, Erde, Kosmos und Zukunft. Sie nehmen die Besucher*innen mit auf eine Reise zu den Anfängen des Menschen, zu den aufregendsten Plätzen der Erde, in die Weiten des Universums und beleuchten die Zukunft unseres Planeten. Das Museum wird Naturforschung verständlich und aktuell präsentieren und vermitteln. Der Einsatz faszinierender Inszenierungen, Raum-in-Raum Installationen und die Anwendung neuer Medien ist ein fester Bestandteil der Ausstellungskonzepte.

Fangzahn Anoplogaster cornuta
Von Meeresforscher Pedro Martinez aus der Tiefsee gefischt: Fangzahn (Anoplogaster cornuta).

Die Themenräume „Meeresforschung“ und „Tiefsee“ befinden sich im 2. Obergeschoss des Naturmuseums, das zukünftig den „Lebensräumen der Erde“ gewidmet sein wird. Hier entsteht ein Rundgang entlang eines Höhengradienten, der in der Tiefsee beginnt und mit dem Hochgebirge endet. Als nächster Themenraum nach „Tiefsee“ und „Meeresforschung“ wird der Raum „Korallenriff“ im Frühjahr 2021 eröffnet.

Mehr Informationen zu den Umbauplänen und den Aktionen im Rahmen der öffentlichen Fundraising-Kampagne finden Sie auf www.Die-Welt-baut-ihr-Museum.de.

 

 

Wissenschaftspartner GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ist eine der weltweit führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Meeresforschung. Aufgabe des Instituts ist die Untersuchung der chemischen, physikalischen, biologischen und geologischen Prozesse im Ozean und ihre Wechselwirkung mit dem Meeresboden und der Atmosphäre. Mit dieser Bandbreite deckt das GEOMAR ein in Deutschland einzigartiges Spektrum ab.
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Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können – dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.