VR Diplo

Virtual Reality

Diplodocus lebt!

Urzeit-Brille versetzt Museumsbesucher in die Welt der Dinos


Starke Nerven brauchen Besucher zukünftig im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt: Ein ausgewachsener Langhalssaurier kommt ihnen ziemlich nah, wenn er seinen Kopf so weit es geht nach vorne reckt, um zu sehen, wer ihn da beobachtet. Zum Glück ist der Koloss nur virtuell wenige Zentimeter entfernt. Eine Urzeit-Brille erweckt den Dino mittels Virtual-Reality-Technik zum Leben – und den Sauriersaal gleich mit. Ab dem 16. Dezember können Besucher im Museum zwischen 11 und 16 Uhr auf Tuchfühlung mit dem Urzeitriesen gehen. Entwickelt wurde die virtuelle Reise in die Vergangenheit in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mainz – University of Applied Sciences im Fachbereich Zeitbasierte Medien. Als Vorgeschmack stellt der Spieleentwickler Crytek die Virtual-Reality-Demo „Back to Dinosaur Island“ dem Museum zur Verfügung. Vom 11. November bis 11. Dezember 2016 ebenfalls zwischen 11 und 16 Uhr können Besucher in die Urzeit eintauchen und als frisch geschlüpfter Dino Abenteuer bestehen.

Wie haben sie ausgesehen, wie haben sie sich bewegt und in welcher Umgebung lebten sie? Dinosaurier faszinieren Kinder genauso wie Erwachsene. Die neue Urzeit-Brille erlaubt es den Besuchern des Senckenberg Naturmuseums virtuell in die Vergangenheit zu reisen und sich den Urzeitriesen anzusehen, als würde er lebendig im Museum stehen. In wenigen Augenblicken verwandelt sich der Dinosauriersaal in einen Urwald, den Flugsaurier durchsegeln und in dem ein Diplodocus longus neugierig umherstapft. Entwickelt und realisiert wurde das Projekt gemeinsam mit dem Fachbereich Zeitbasierte Medien der Hochschule Mainz – University of Applied Sciences.

Damit die Urzeit-Brille realistisch wirkt, nimmt jedes Auge nur eine Hälfte des integrierten Bildschirms wahr, so dass die Illusion von Tiefe entsteht, ein dreidimensionales Bild. Dreht der Besucher oder die Besucherin den Kopf, wird dies auch in der virtuellen Welt umgesetzt und er oder sie sieht einen entsprechenden Bildausschnitt – ganz so wie in der Realität. Etwas Übung ist erforderlich, da bei der ersten Nutzung ein leichtes Schwindelgefühl vorkommen kann. „Deshalb können Besucher die Urzeit-Brille im Sitzen nutzen, um das Erlebnis zu genießen“, erklärt Dr. Bernd Herkner, der Leiter der Abteilung Museum. Realisiert hat die Anwendung Alexander Oster, gemeinsam mit seinem betreuenden Professor Michael Orthwein im Rahmen seiner Masterarbeit an der Hochschule Mainz – University of Applied Sciences im Fachbereich Zeitbasierte Medien. Bereits im April 2015 begann die Planung, im September nahm Oster Kontakt mit dem Museum auf. „Ich war sofort begeistert. Es ist eine tolle Ergänzung, die wir zu unseren Originalen anbieten können. Uns ist die wissenschaftlich möglichst korrekte Wiedergabe wichtig, zum Beispiel was die Fortbewegung und den Körperbau des Dinosauriers angeht. Das haben wir zusammen mit der Hochschule so gut wie möglich umgesetzt und das Ergebnis kann sich sehen lassen!“ freut sich Herkner. Ab dem 16. Dezember steht die Urzeit-Brille im Museum zur Verfügung. Ein kleiner Obolus kostet die Nutzung, um das aufwändige Projekt zu refinanzieren.

Als Vorgeschmack auf die dauerhafte virtuelle Anwendung präsentiert der namhafte Spielehersteller Crytek das Virtual-Reality-Spiel „Back to Dinosaur Island“ für vier Wochen im Museum. Vom 11. November bis 11. Dezember können Besucherinnen und Besucher virtuell in die Haut eines kleinen Dinos schlüpfen, der gerade aus dem Ei gekrochen ist und einige Abenteuer bestehen muss.

Die VR-Reise zu den Dinos ist täglich von 11 bis 16 Uhr im 1. OG des Senckenberg Naturmuseums zu erleben.
Nutzungsgebühr 2 Euro / Schüler und Studenten 1 Euro